Das Grauen hat Namen,...
... Neujahrs-Szenario,Frühlingserlahmen,Sommer-Theater,2003 - Geht das Grauen weiter?,Herbst 2003 - Krise oder nur Chaos?,Django Asül im BR Blickpunkt Sport- Jahresrückblick,Neujahrs-Szenario,Frühlingserlahmen,Sommer-Theater,2003 - G
Jetzt hat ja Deutschland als eines der wenigen Länder auf dieser Erde nicht nur Politiker, sondern auch Grüne in der Regierung. Und wenn wir einmal ums Eck denken, müssen wir eingestehen: Seitdem die Grünen in der Regierung sitzen, gibt es weltweit mehr Kriege und Katastrophen denn je. Das ist die alte Gleichung „actio gleich reactio". Oder anders formuliert: Wer Dämlichkeit sät, wird Dummheit ernten. Gut, wir hier in good old Germany haben gut reden. Denn wir haben von den Terroristen nix zu befürchten. Warum? Ganz einfach: Solange Rudolf Scharping Verteidigungsminister ist, haben wir bei allen Terrororganisationen so einen Mitleidsbonus, daß die erst gar nicht auf die Idee kämen, Deutschland zu attackieren. Denn Deutschland hat alles, was man in so einer Situation braucht: Schläfer á la Scharping und Hasardeure á la Grünen-Chefin Roth. Die Dame ist bekanntermaßen gegen die Angriffe auf Afghanistan, weil man dadurch evtl. die Taliban vertreiben könnte und dann eine neue politische und gesellschaftliche Infrastruktur errichten müßte. Das würde aber lt. Frau Roth dazu führen, daß der Afghane in Zukunft auf Hunger und Bürgerkrieg verzichten müßte, was ja einem Angriff auf die afghanische Kultur gleichkommen würde. Und so weit wollen es selbst die Grünen nicht kommen lassen. Und was macht der Ami? Diese Frage müssen wir zweiteilen. Die erste Frage ist: Was macht der inlandsorientierte US-Fundamentalist? Er verschickt Umschläge mit seltsamen Pulver. Und der auslandsorientierte US-Fundamentalist? Er verschickt Truppen in den Nahen Osten. Und dabei will der Ami nicht gestört werden, schon gar nicht von der Bundeswehr. Schröder hat Bush sofort alle Hilfe einschl. Bundeswehr angeboten. Der Ober-Cowboy Bush hat aber nur gemeint: „Lieber Schröder, laß gut sein. Haltet Ihr Deutschen Euch einfach ganz ruhig, dann ist schon viel gewonnen." Die Deutschen haben sowieso eine sehr traurige Rolle in diesem Konflikt übernommen. Als ob all die Opfer beim Anschlag nicht schon beklagenswert genug seien, wurde den Toten auch noch das letzte Quentchen Ehre genommen, indem Rau einen Abgesang auf sie halten durfte. Wieviel Leid darf man selbst Toten zumuten? Rau, ein alter Mann, der jahrzehntelang nach dem Präsidialposten gierte und ansonsten durch gestochene Farblosigkeit auffiel, ein Meister der Larmoyanz und Waschlappentums, ergoß jämmerliche Worte und Gedanken zugunsten der Opfer und zeigte dadurch, daß auch beim Thema „Mensch gewordene Armseligkeit" die Richter-Skala nach unten offen ist. Und zu allem Überfluß kommt noch Schröder daher und behauptet: „Wir alle sind Amerikaner." Da denkt doch der Ami automatisch: „Wenn Schröder Amerikaner ist, dürfen wir uns nicht wundern, daß so viele einen Haß auf uns haben." Wie soll es nun weitergehen? Schwere Wochen stehen uns bevor. Bayer Leverkusen muß in der Champions League gegen Juventus, Coruna und Porto antreten. Deutschland, das erst vor gut 50 Jahren in Stalingrad scheiterte, muß diesmal in die Ukraine. Und Rau lebt immer noch. Die Vorzeichen verheißen nichts Gutes. Nur eines ist gewiß: Anke Huber hat ihren Rücktritt vom Tennis erklärt und erspart uns in Zukunft den Anblick ihrer Hamsterbacken. Ein weiterer Grund für die These: Irgendwo gibt es ein höheres Wesen, das es gut mit uns Menschen meint. Vielleicht sollte man einfach mal Jenny Elvers und Naddel zu Bin Laden schicken. Dann merkt der auch mal, daß im Westen einiges im Argen liegt. Und er kapiert endgültig, daß er niemals das Grauen auf Erden so markdurchdringend darstellen kann wie diese beiden Kreaturen... ,Die Winterpause ist vorbei. Wir alle leben noch, aber das bewahrt uns nicht vor der Tatsache, daß wir wieder was arbeiten müssen. Leider deuten die Tendenzen darauf, daß es mit Deutschland ziemlich bergab geht. Nur zwei banale Beispiele des grauslig-deutschen Alltags: Frau Wussow will ihren Mann mittels Voodoo zurückgewinnen. Jenny Elvers will ihren Fast-Ex-und-hopp-Mann und Container-Narziß Alex trösten. Da sage noch einer, in Kongo oder Afghanistan gebe es ernsthafte Probleme... Darum stellen wir uns vorab die Frage: Worum geht es? Warum müssen wir dabei sein? Und wird es nicht Zeit, den Dschihad gegen all jene auszurufen, die uns die Parkplätze wegnehmen und/oder durch Dämlichkeit glänzen? Damit eines mal klar ist: Ich stelle hier nur die Fragen. Keine Antworten zu liefern, dafür sind andere zuständig. Fangen wir mit einer Nebensächlichkeit an: An Naddels Finger wurden am Flughafen Kokain-Spuren entdeckt. Somit stellt sich die Frage: Warum steckt sie ihre Finger in die Nase fremder Menschen? Letzten Endes kann uns das aber auch schon wieder egal sein, denn die wahren Probleme gehen ja nicht mehr von Drogen aus, sondern - siehe Beinahe-Exitus von George Bush - von Brezen. Nachdem die Erfolge mit Anthrax sich in Grenzen hielten, greift man jetzt also zu letalen Teigwaren. Drum mein Aufruf an die Bevölkerung: Sollten Sie in der Post ein Kuvert mit einer Breze finden, jaaaaaa nicht öffnen! Es könnte eine Terror-Breze sein! Sie sehen, der Weg vom Bäcker zum Terroristen ist kürzer als man denkt und keineswegs mit Tempolimits versehen. Der Bäcker als Gotteskrieger - das ist die Vision des beginnenden Jahrtausends. Womit wir auch zum Unwort des Jahres kommen: Gotteskrieger. Das riecht schon fast wieder nach einem neuen Showkonzept im Privat-TV: „Was kriegt Gott? Ein Ratespiel für Hobby-Theologen und Teilzeit-Oblatenmampfer". Aber leider geht es hier um wirklich ernste Dinge: Wieviel Zeit müssen Menschen haben, um sich mit dem Unwort des Jahres zu beschäftigen? Was sind das für Menschen? Arbeitslose Lehrer, die schuld sind an dem katastrophalen Abschneiden der deutschen Schüler bei der PISA-Studie? Vor ein, zwei Jahren begnügte man sich, die Bildungsreform durch die Erschießung von Lehrern voranzutreiben. Nüchtern betrachtet, muß man zugeben, daß diese Vorgehensweise nur begrenzt Erfolg hatte. Vielleicht brauchen wir einfach mehr Disziplin in allen Lebenslagen, so auch im Schulsystem. Beispiel: Benito Mussolini, der große italienische Demokrat, war von Beruf Lehrer. Was haben wir entgegenzusetzen? Frau Bulmahn als Bildungsministerin hat eine freudlose Ausstrahlung wie jemand, der in der Kindheit zu wenig Schokolade bekam und viel zu selten von den Eltern geschlagen wurde. Und selbst wir in Bayern müssen uns mit der Strauß-Tochter Hohlmeier als Kultusministerin begnügen, die ihre eigenen Kinder auf die Waldorfschule schickt und somit ein Verhältnis zur Bildungspolitik hat wie Rudolf Scharping zu Linienflügen. Wenn ich das Unwort des Jahres zu wählen hätte, wäre meine Wahl eindeutig: Frau Merkel. So hat Edmund Stoiber nämlich die Sabine Christiansen in ihrer Talkshow angesprochen. Das war gemein vom Edmund. Wenn man diese Frau beleidigen will, kann man sagen: Frau Christiansen, Sie schauen aus wie ein holsteinisches Sumpfdromedar. Aber sie als Frau Merkel zu bezeichnen, ist schon sehr unter der Gürtellinie. Zumal Frau Christiansen viel mitmachen mußte in letzter Zeit. Erst ist sie die erste Moderatorin, die in ihrer eigenen Sendung nix zu sagen hat. Dann wird sie von ihrem Mann wegen sitzen gelassen wegen einem Wesen, wo man nur mit viel Phantasie von einer angenehmen Zeitgenossin sprechen kann. Und weil das alles nicht reicht, wird sie auch noch in aller Öffentlichkeit von Berlins Bürgermeister Wowereit abgebusselt. Wowereit - der mit dem „Ich bin schwul und das ist gut so" - ist sich ja auch nicht zu schade, die PDS zu kuscheln, wenn er dafür regieren darf. Ein Mann, der die Christiansen freiwillig abschmust, muß schwul sein. Somit hat der jetzige und wohl auch zukünftige Kanzler-Kandidat Edmund Stoiber einen hehren Auftrag: Es geht darum, von Süden her ein Bollwerk zu schaffen gegen Wowereit/Gysi bzw. diese Berliner Mischung aus Dekadenz und Kommunismus. Wer oder was soll ihm dabei helfen? Sven Hannawald? Tommy Haas? Oder etwa Innenminister Schily? Schily bewegt sich ja schon seit geraumer Zeit rechts von der CSU. Und daß ihm Deutschland sehr am Herzen liegt, sieht man an seinen V-Männern, die - zumindest teilweise - zwar nicht dem demokratischen, aber immerhin doch sehr patriotischen Spektrum entspringen. Alles in allem kann man guten Gewissens in die Zukunft schauen. Denn es sieht recht gut aus. Für wen auch immer... ,Deutschland im Frühjahr 2002: Ein Land irrt umher zwischen Möllemann und Friedman. Zwischen Südkorea und Japan. Zwischen Bio-Gemüse und Ralf Siegel. Und überall stellt sich die Frage: Was ist das jeweils größere Übel? Ist Möllemann noch selbstgerechter und arroganter als Friedman? Ist Südkorea nicht einfach nur eine Art Japan auf 630-Mark-Basis? Und was bringt uns auf Dauer sicherer um: Nitrofen-Grünzeug oder Siegel-Schmonzetten? Und ganz wichtig: Wer ist schuld? Und wie löst man die Ungereimtheiten? Reicht es gar, Ralf Siegel in eine schalldichte Kammer und Johannes Rau ins Altersheim einzuweisen? Noch wichtiger ist: Es rührt sich wieder was im Lande. Und bei mir auch. Kürzlich hatte ich z.B. nach 12 Jahren wieder einen Turniereinsatz bei unserem grandiosen Tennisteam vom TC Ausstellungspark München. Warum der Club so heißt, weiß ich nicht. Wir werden jedenfalls nicht ausgestellt. Obwohl: Wir sind schon eine obskure Mannschaft. Unser Leitwolf, dem eigentlich alles auf die Senkel geht, weil´s sowieso nur langweilig ist für ihn, ist der ehemalige Weltklassespieler und Davis-Cup-Sieger Bernd Karbacher. Und weil auch noch die Spieler auf den Positionen 2 bis 4 Ex-Profis sind und die Mannschaft als Ganzes der Konkurrenz in der Regionalliga haushoch überlegen ist, darf ich mitspielen - quasi als Maskottchen. Und siehe da: Mein Debüt verlief erfolgreich! Mein Gegner war mir zwar technisch über-, aber in puncto Strategie und Physis unterlegen. Somit kommen wir der Lösung in den oben gestellten Fragen schon mal näher: Strategie und Physis. Möllemann und Friedman verfolgen beide eine Strategie und scheitern nur allzu oft an der Physis. Die Strategie ist eindeutig: Beide wollen medial präsent und zudem auch noch im Recht sein. Das schließt sich bei beiden Herren per se aus. Denn wer dauernd provoziert, kann nicht mit Toleranz rechnen. Jetzt nennt der eine den anderen einen Antisemiten und der andere den einen den Grund dafür. Je nachdem, ob Scharon in Israel wieder rumballert oder nicht, gibt man dem einen oder anderen Recht. And the winner ist: Germany! Denn lt. Noch-Kanzler Schröder bringt das alles nur Schaden über Deutschland. Wenn Schröder Schaden von Deutschland abwenden und gleichzeitig ernst genommen werden möchte, müßte er eigentlich hinschmeißen und sagen: „Ich hatte vier schöne Jahre. Jetzt wird es Zeit, daß auch auf Deutschland wieder schöne Jahre zukommen." Natürlich wird sich auch bei einem Regierungswechsel nicht viel ändern. Aber allein schon Schröder nicht mehr nur hohle Phrasen dreschen hören zu müssen, hat etwas von Freiheit und Pluralismus. Und damit wären wir bei der Physis angelangt: Schröder ist nichts anderes als ein Friedman mit schlechterer Rhetorik. Friedman ist nichts anderes als ein Möllemann ohne Schnurbart. Möllemann ist nichts anderes als ein Schröder mit ein paar grauen Haaren und ähnlich irrationalen Ansichten. Der werte Leser mag meinen: Das ist ja alles purer Populismus! Gut, ich gebe zu, ich vergleiche hier Äpfel und Birnen in einer Bananenrepublik. Und wo viele Bananen, da viel Verstopfung. Genau das ist die Grundstimmung hierzulande. Die Stimmung ist im Keller und somit kongruent zur T-Aktie. Warum? Weil wir nichts mehr miteinander zu tun haben wollen. Wer nicht kommuniziert, der braucht auch keine Telekom. Im Prinzip kann man das bunte Treiben in den letzten Wochen und Monaten sowohl national wie auch international in einer Frage zusammenfassen: Warum reden, solange wir schießen können? Drum folgende Resolution: Laßt uns deutsche Lehrer in kugelsichere Klassenzimmer, Arafat nach Damaskus und Scharon in die Wüste schicken. Vielleicht reicht es aber auch, einfach Corinna May an der Klagemauer trällern zu lassen. Dann kapiert auch der Letzte: Probleme löst man nicht, indem man auf andere schießt, sondern sie vom Singen abhält... ,Ron Sommer ist weg, Rudolf Scharping auch, Jan Ullrich so gut wie. Deutschland als Ganzes ist im Gegensatz zur Regierung also wieder handlungsfähig. So eine Ausgangssituation setzt unheimliche Kräfte frei, wie am eigenen Leib erfahren durfte. Denn in meinem Heimat-Tennisclub habe ich tatsächlich mit ordentlicher Unterstützung eines höchst kompetenten Partners die Doppelmeisterschaft gewonnen. Für diese exorbitante Leistung bekamen wir eine Urkunde sowie vier nagelneue Tennisbälle. Zum Vergleich: Ron Sommer kriegt für sein Dilettantentum - er hinterlässt 65 Mrd Euro Schulden - einige Millionen hinterhergeschmissen. Soviel zum Thema „Leistung lohnt sich". Dass man mit Anstrengung nicht weit kommt, haben scheinbar Regierungskreise kapiert. Schröder sitzt sowieso nur bis zum 22. September seine Zeit ab und will dann nach New York. Scharping lässt sich vom Lobbyisten Hunzinger durchfuttern, und der türkische Grüne Cem Özdemir pumpt sich Geld vom selben, womit er beweist, dass er zumindest hinter den Ohren noch grün ist. Umfragen haben ergeben: 92% der Deutschen halten die Politiker für gierig. Da kann man sich als fleißiger Radfahrer nur noch in die Disco setzen und bunte Smarties reinschmissen, bis der Arzt bzw. der Dopingfahnder kommt. Was lernen wir aus all den Geschehnissen? Wir brauchen wieder mehr Radfahrer und weniger Arbeitslose. Das hat ja auch schon die Hartz-Kommission bemerkt. Nur: Wohin mit den Arbeitslosen? Zum Minensuchen nach Afghanistan? Oder in die blühenden Landschaften des Ostens? Die Hartz-Kommission ist der Meinung, dass alles besser wird, wenn man erst mal die Arbeitslosenunterstützung runter fährt und jeden zur nächstbesten Arbeit verdonnert. Das riecht doch schon mal nach Sozialstaat. Denn wer nicht arbeitet, ist asozial. Es gab vor 20 Jahren mal einen Sänger, der hieß Hans Hartz und war damals quasi eine Ein-Mann-Kommission. Dieser Hartz sang „Die weißen Tauben sind müde" und machte so einen jämmerlichen Eindruck, dass jeder Zuhörer sich dachte: Der glaubt auch den Mist, den er singt. Heute, 20 Jahre später, muss die Frage erlaubt sein: Warum waren die Tauben müde? Protestierten sie gegen die Einführung des Nachtflugverbots? Oder wollten sie einfach nur nicht mehr doof herumfliegen, sondern vernünftig arbeiten? Der geneigte Leser mag sich jetzt denken: „Was schreibt denn der Herr Django wieder für einen Blödsinn?" Und genau damit wären wir wieder bei der Hartz-Kommission. Denn so wie damals ein Hartz kam, sah und merkte, dass es weder was zu holen noch zu erben gibt für Unfähige wie ihn, kommt heute wieder ein Hartz und sagt: „Leute, so wie das im Moment läuft, wird das nichts." Natürlich wird der Alltag ohne die Gesichter von Scharping und Sommer angenehmer für uns Durchschnittsbürger. Wobei mich vor allem im Falle von Sommer schon irritiert, dass sich Herr Möllemann nicht persönlich für den Abschuss des Telekom-Totengräbers stark gemacht hat. Denn schließlich ist Ron Sommer in Tel Aviv geboren und spricht fließend Hebräisch und ist somit Favorit für den Titel „Möllemann-Liebling des Monats". Aber Ärger kriegt man ja heutzutage eben nicht nur, wenn man Palästinenser killt, sondern auch Kleinaktionäre für dumm verkauft. Der DAX als neues Gewissen der Nation ist auf dem Tiefstand. Er könnte fast der Stimmungsbarometer der SPD sein. Was Wunder, prasselt doch allerhand Unmögliches auf uns ein. Da sind viele Leute seit Jahrzehnten verheiratet und haben Kinder, und auf einmal gibt es eine Homo-Ehe, die alles auf den Kopf stellt. Was erwartet uns als nächstes? Das Recht auf Sozialhilfe für Außerirdische? Für mich und mein direktes Umfeld ist das natürlich alles viel Wind um nichts, da in Niederbayern weder die Homo-Ehe noch der Außerirdische an sich Rückendeckung haben. Es gibt also noch Ecken in diesem Land, wo Mensch Mensch sein kann. Der Niederbayer ist lebensbejahend und pragmatisch. Alles, was er nicht braucht, muss auch nicht sein. Drum hätte der Niederbayer einen Ron Sommer wahrscheinlich viel früher nach Tel Aviv, Scharping ins Planschbecken und Jan Ullrich dahin geschickt, wo es echte Smarties gibt. Wir brauchen einfach mehr Schuldige in diesem Land. Scharping war und ist sich nie einer Schuld bewusst. Er ist quasi bewusstlos. Und als Bewusstloser ist er natürlich nicht schuldfähig. Somit verdient er nicht nur Hunzinger-Honorare, sondern auch unser Mitleid... ,Ein neues Jahr beginnt. Grund genug, auf das alte zurück zu blicken. Was hat es uns gebracht? Rein ökonomisch gedacht müsste die Frage eher lauten: Was hat es uns weniger gebracht? Und was wird uns das neue Jahr noch viel weniger bringen? Auf einen Nenner gebracht: Geld. Wieso? Ganz einfach: Als einziges EU-Land verzichtet Deutschland auf eine Regierung. Wobei die Herren Schröder und Eichel keine Schuld trifft. Sie können ja nichts für die Weitsicht des Wählers. Anders formuliert: Der Deutsche vertraut den Staat Menschen an, die nie in ihrem Leben richtig sinnvoll gearbeitet (geschweige denn etwas geleistet) haben. Beispiel Eichel: Der Mann scheiterte zunächst als Lehrer, dann als Ministerpräsident in Hessen und zu guter Letzt als Ehemann. Für Schröder dementsprechend die erste Wahl als Sündenbock. Denn Schröder brauchte ihn ja auch nicht als Finanzminister, sondern als Umverteiler und Volkswirtschaftsverwüster. Selbst daraus kann man Schröder keinen Strick drehen. Denn ein opportunistischer SPD-Mann kann per definitionem nie die Gesundung eines Staates, sondern nur die Einverleibung und Verkrustung des selbigen im Sinn haben. Deshalb ist ja Schröder ein Fan der EU-Osterweiterung. Durch die Aufnahme des maroden Ostblocks ist Deutschland nicht mehr der einzige Staat mit Nullwachstum und postsozialistischem Anachronismus als Grundphilosophie. Gut, es geht der Regierung darum, einerseits ihr eigenes Unvermögen zu kaschieren und andererseits ihrem Ruf als Steigbügelhalter der Gewerkschaften gerecht zu werden. Nur: Wie kann man in Zeiten, wo man sich eh schon auf allen Ebenen lächerlich macht, auch noch einen Johannes Rau als Bundespräsident nicht nur in Deutschland, sondern auch noch international vor laufenden Kameras und eingeschalteten Mikros herumstehen lassen? Den Titel „Beste Mischung aus Rita Süssmuth und Johannes Paul II." sichert sich Rau zwar Jahr für Jahr souverän, aber dass ausgerechnet der Jammerlappen der Nation sich traut, vor Miesmacherei zu warnen, lässt nur darauf schließen: Rau schaut weder in den Spiegel noch sich Videoaufzeichnungen seiner TV-Interviews an. Auch eine Form der Gegenwartsbewältigung. Unsere Hoffnungen ruhen also wieder mal auf dem FC Bayern. Dass die Münchner souverän Meister werden, daran zweifelt niemand mehr. Und während die Regierung mit immer dreisteren Steuern und Scheinwahrheiten jeden bestraft, der gewillt ist zu arbeiten und etwas auf die Beine zu stellen, demonstriert die fußballerische Übermacht der Münchner: Leistung lohnt sich. Apropos Leistung: Jeder in Deutschland weiß, dass Arbeit in Deutschland billiger werden muss. Was macht Schröder? Er verteuert die Arbeit zusätzlich. Man kann es ihm aber auch nicht richtig verübeln. Andere Männer, die sich mit Ehefrauen wie Doris „Fallbeil" Schröder-Köpf rumschlagen müssen, laufen mit einer Pumpgun Amok. Ergo: Alles ist relativ. Übrigens, Frau Köpf befürchtet ja neuerdings - welch´ Wunder - körperliche Angriffe gegen ihren Mann. Wie heißt es so schön in der Physik: Actio gleich Reactio. Last but not least: Kennen Sie den Unterschied zwischen Saddam und Schröder? Die Drohungen gegen Schröder sind präziser... ,Wenn der FC Bayern die erste Bundesliga kassiert, die Schweden den Euro ablehnen und Schröder mit einer erneuten Kandidatur im Jahre 2006 droht, weiß auch der letzte Desinteressierte: Die Krise ist da! Also Zeit für mich, wieder auf Tournee zu gehen. Und weil der Jahrhundertsommer so heiss war, dass ich glatt drei Monate so gut wie nix getan habe, ist es nur konsequent, dass ich bis Silvester jeden Tag auf der Bühne stehen werde. Gut, „nix getan" ist natürlich sehr relativ. Ich spielte z.B. vor dem Hockenheim-Rennen gegen Schumi Fußball. Das muss ihn dermaßen eingeschüchtert haben, dass er bis zum Sieg in Monza keinen Fuß aufs Gaspedal bekam. Natürlich war das auch für mich anstrengend. Aber ich kann am Sonntag mich auf der Couch ausbreiten und dösen, während unser aller Schumi mit Vollgas gegen die angebliche Ferrari-Krise anfahren muss. Und schon wieder sind wir bei der Krise. Weil wir grad beim Auto sind: Wer auf der IAA war, der kriegte allerdings nichts mit von einer Krise. Wenn selbst Opel noch glaubt, etwas bauen zu können, das zumindest im entfernten Sinne an gute Automobile erinnert, gibt das irgendwo auch Anlass zur Hoffnung. Dass selbst Mittelklassewagen mittlerweile horrende Summen kosten, mag vielleicht Anreiz sein zu Mehrarbeit. Und das ist ja auch das, was Frau Merkel vom deutschen Westen erwartet: Wenn schon der Osten nix auf die Beine bringt und die Ansätze von Produktivität durch sinnvolle Streiks wieder zunichte macht, sollte doch zumindest der Westen mehr arbeiten. Und wer mehr arbeitet, kann sich auch wieder deutsche Autos leisten. Und nur wer ein deutsches Auto fährt, kann sich noch in der Öffentlichkeit blicken lassen. Aber was ist ein Mensch ohne vernünftiges gesellschaftliches Leben? Also sollte der ganz gewöhnliche Deutsche aufhören, sich über die SPD zu ärgern, sondern statt dessen durch Mehrarbeit und soliden Fuhrpark seinem Alltag einen humanen Anstrich geben. Damit das Auto richtig Spaß macht, dürfen die Unterhaltskosten natürlich nicht explodieren. Was macht man also gegen die Öko-Steuer? Man lässt das Auto stehen. Dadurch geht der Wertverlust gegen Null und man muss sich nicht über den Finanzminister ärgern. Und auch nicht über den Verkehrsminister. Denn mit der bevorstehenden LKW-Maut erfüllt sich Rot-Grün einen Herzenswunsch: Die deutsche Autobahn als Dauer-Stauzone. Die Bemühungen, den Verkehr im Keim zu ersticken, tragen endlich erste Früchte. Es war ja auch kein Ruhmesblatt für Schröder & Konsorten, Deutschland in die mittlerweile drei Jahre währende Stagnation zu führen. Nein, echte Sozialdemokratie kann nicht den Stillstand zum Ziel haben, sondern den Abschwung. Dennoch wagen es einige Branchen, gegen den prosperierenden Negativ-Trend der Regierung anzugehen. Allein der Buchhandel begeht mit der Veröffentlichung der Tagebücher von Bohlen, Naddel und Feldbusch ein Verbrechen an der Rezession. Was dürfen wir allerdings noch von einer Volkswirtschaft erwarten, deren Umsatz nur dann steigt, wenn das Produkt den intellektuellen Tiefflügen von Menschen entspringt, die man in anderen Ländern gar nicht auf die Straße lassen würde? Zum Glück gibt es ja noch die Landtagswahl in Bayern. Das Ergebnis dieses vierjährlichen Rituals ist immer noch ein Appell an den gesunden Menschenverstand... ,Er wird sich an den großen 'Blickpunkt-Tisch' gesellen (mit Moderatorin Marianne Kreuzer, dem neuen Stern am Ski Alpin-Himmel Felix Neureuther, Klaus-Karl Kraus, dem fränkischen Club-Fan 'Gerch', und einem Kabarett-Kollegen als Fan von TSV 1860 München - am Ende nochmals eine Art Experten-Runde zu den bayerischen Fußball-Bundesligisten in lockerer Runde . ,Die Winterpause ist vorbei. Wir alle leben noch, aber das bewahrt uns nicht vor der Tatsache, daß wir wieder was arbeiten müssen. Leider deuten die Tendenzen darauf, daß es mit Deutschland ziemlich bergab geht. Nur zwei banale Beispiele des grauslig-deutschen Alltags: Frau Wussow will ihren Mann mittels Voodoo zurückgewinnen. Jenny Elvers will ihren Fast-Ex-und-hopp-Mann und Container-Narziß Alex trösten. Da sage noch einer, in Kongo oder Afghanistan gebe es ernsthafte Probleme... Darum stellen wir uns vorab die Frage: Worum geht es? Warum müssen wir dabei sein? Und wird es nicht Zeit, den Dschihad gegen all jene auszurufen, die uns die Parkplätze wegnehmen und/oder durch Dämlichkeit glänzen? Damit eines mal klar ist: Ich stelle hier nur die Fragen. Keine Antworten zu liefern, dafür sind andere zuständig. Fangen wir mit einer Nebensächlichkeit an: An Naddels Finger wurden am Flughafen Kokain-Spuren entdeckt. Somit stellt sich die Frage: Warum steckt sie ihre Finger in die Nase fremder Menschen? Letzten Endes kann uns das aber auch schon wieder egal sein, denn die wahren Probleme gehen ja nicht mehr von Drogen aus, sondern - siehe Beinahe-Exitus von George Bush - von Brezen. Nachdem die Erfolge mit Anthrax sich in Grenzen hielten, greift man jetzt also zu letalen Teigwaren. Drum mein Aufruf an die Bevölkerung: Sollten Sie in der Post ein Kuvert mit einer Breze finden, jaaaaaa nicht öffnen! Es könnte eine Terror-Breze sein! Sie sehen, der Weg vom Bäcker zum Terroristen ist kürzer als man denkt und keineswegs mit Tempolimits versehen. Der Bäcker als Gotteskrieger - das ist die Vision des beginnenden Jahrtausends. Womit wir auch zum Unwort des Jahres kommen: Gotteskrieger. Das riecht schon fast wieder nach einem neuen Showkonzept im Privat-TV: „Was kriegt Gott? Ein Ratespiel für Hobby-Theologen und Teilzeit-Oblatenmampfer". Aber leider geht es hier um wirklich ernste Dinge: Wieviel Zeit müssen Menschen haben, um sich mit dem Unwort des Jahres zu beschäftigen? Was sind das für Menschen? Arbeitslose Lehrer, die schuld sind an dem katastrophalen Abschneiden der deutschen Schüler bei der PISA-Studie? Vor ein, zwei Jahren begnügte man sich, die Bildungsreform durch die Erschießung von Lehrern voranzutreiben. Nüchtern betrachtet, muß man zugeben, daß diese Vorgehensweise nur begrenzt Erfolg hatte. Vielleicht brauchen wir einfach mehr Disziplin in allen Lebenslagen, so auch im Schulsystem. Beispiel: Benito Mussolini, der große italienische Demokrat, war von Beruf Lehrer. Was haben wir entgegenzusetzen? Frau Bulmahn als Bildungsministerin hat eine freudlose Ausstrahlung wie jemand, der in der Kindheit zu wenig Schokolade bekam und viel zu selten von den Eltern geschlagen wurde. Und selbst wir in Bayern müssen uns mit der Strauß-Tochter Hohlmeier als Kultusministerin begnügen, die ihre eigenen Kinder auf die Waldorfschule schickt und somit ein Verhältnis zur Bildungspolitik hat wie Rudolf Scharping zu Linienflügen. Wenn ich das Unwort des Jahres zu wählen hätte, wäre meine Wahl eindeutig: Frau Merkel. So hat Edmund Stoiber nämlich die Sabine Christiansen in ihrer Talkshow angesprochen. Das war gemein vom Edmund. Wenn man diese Frau beleidigen will, kann man sagen: Frau Christiansen, Sie schauen aus wie ein holsteinisches Sumpfdromedar. Aber sie als Frau Merkel zu bezeichnen, ist schon sehr unter der Gürtellinie. Zumal Frau Christiansen viel mitmachen mußte in letzter Zeit. Erst ist sie die erste Moderatorin, die in ihrer eigenen Sendung nix zu sagen hat. Dann wird sie von ihrem Mann wegen sitzen gelassen wegen einem Wesen, wo man nur mit viel Phantasie von einer angenehmen Zeitgenossin sprechen kann. Und weil das alles nicht reicht, wird sie auch noch in aller Öffentlichkeit von Berlins Bürgermeister Wowereit abgebusselt. Wowereit - der mit dem „Ich bin schwul und das ist gut so" - ist sich ja auch nicht zu schade, die PDS zu kuscheln, wenn er dafür regieren darf. Ein Mann, der die Christiansen freiwillig abschmust, muß schwul sein. Somit hat der jetzige und wohl auch zukünftige Kanzler-Kandidat Edmund Stoiber einen hehren Auftrag: Es geht darum, von Süden her ein Bollwerk zu schaffen gegen Wowereit/Gysi bzw. diese Berliner Mischung aus Dekadenz und Kommunismus. Wer oder was soll ihm dabei helfen? Sven Hannawald? Tommy Haas? Oder etwa Innenminister Schily? Schily bewegt sich ja schon seit geraumer Zeit rechts von der CSU. Und daß ihm Deutschland sehr am Herzen liegt, sieht man an seinen V-Männern, die - zumindest teilweise - zwar nicht dem demokratischen, aber immerhin doch sehr patriotischen Spektrum entspringen. Alles in allem kann man guten Gewissens in die Zukunft schauen. Denn es sieht recht gut aus. Für wen auch immer... ,Deutschland im Frühjahr 2002: Ein Land irrt umher zwischen Möllemann und Friedman. Zwischen Südkorea und Japan. Zwischen Bio-Gemüse und Ralf Siegel. Und überall stellt sich die Frage: Was ist das jeweils größere Übel? Ist Möllemann noch selbstgerechter und arroganter als Friedman? Ist Südkorea nicht einfach nur eine Art Japan auf 630-Mark-Basis? Und was bringt uns auf Dauer sicherer um: Nitrofen-Grünzeug oder Siegel-Schmonzetten? Und ganz wichtig: Wer ist schuld? Und wie löst man die Ungereimtheiten? Reicht es gar, Ralf Siegel in eine schalldichte Kammer und Johannes Rau ins Altersheim einzuweisen? Noch wichtiger ist: Es rührt sich wieder was im Lande. Und bei mir auch. Kürzlich hatte ich z.B. nach 12 Jahren wieder einen Turniereinsatz bei unserem grandiosen Tennisteam vom TC Ausstellungspark München. Warum der Club so heißt, weiß ich nicht. Wir werden jedenfalls nicht ausgestellt. Obwohl: Wir sind schon eine obskure Mannschaft. Unser Leitwolf, dem eigentlich alles auf die Senkel geht, weil´s sowieso nur langweilig ist für ihn, ist der ehemalige Weltklassespieler und Davis-Cup-Sieger Bernd Karbacher. Und weil auch noch die Spieler auf den Positionen 2 bis 4 Ex-Profis sind und die Mannschaft als Ganzes der Konkurrenz in der Regionalliga haushoch überlegen ist, darf ich mitspielen - quasi als Maskottchen. Und siehe da: Mein Debüt verlief erfolgreich! Mein Gegner war mir zwar technisch über-, aber in puncto Strategie und Physis unterlegen. Somit kommen wir der Lösung in den oben gestellten Fragen schon mal näher: Strategie und Physis. Möllemann und Friedman verfolgen beide eine Strategie und scheitern nur allzu oft an der Physis. Die Strategie ist eindeutig: Beide wollen medial präsent und zudem auch noch im Recht sein. Das schließt sich bei beiden Herren per se aus. Denn wer dauernd provoziert, kann nicht mit Toleranz rechnen. Jetzt nennt der eine den anderen einen Antisemiten und der andere den einen den Grund dafür. Je nachdem, ob Scharon in Israel wieder rumballert oder nicht, gibt man dem einen oder anderen Recht. And the winner ist: Germany! Denn lt. Noch-Kanzler Schröder bringt das alles nur Schaden über Deutschland. Wenn Schröder Schaden von Deutschland abwenden und gleichzeitig ernst genommen werden möchte, müßte er eigentlich hinschmeißen und sagen: „Ich hatte vier schöne Jahre. Jetzt wird es Zeit, daß auch auf Deutschland wieder schöne Jahre zukommen." Natürlich wird sich auch bei einem Regierungswechsel nicht viel ändern. Aber allein schon Schröder nicht mehr nur hohle Phrasen dreschen hören zu müssen, hat etwas von Freiheit und Pluralismus. Und damit wären wir bei der Physis angelangt: Schröder ist nichts anderes als ein Friedman mit schlechterer Rhetorik. Friedman ist nichts anderes als ein Möllemann ohne Schnurbart. Möllemann ist nichts anderes als ein Schröder mit ein paar grauen Haaren und ähnlich irrationalen Ansichten. Der werte Leser mag meinen: Das ist ja alles purer Populismus! Gut, ich gebe zu, ich vergleiche hier Äpfel und Birnen in einer Bananenrepublik. Und wo viele Bananen, da viel Verstopfung. Genau das ist die Grundstimmung hierzulande. Die Stimmung ist im Keller und somit kongruent zur T-Aktie. Warum? Weil wir nichts mehr miteinander zu tun haben wollen. Wer nicht kommuniziert, der braucht auch keine Telekom. Im Prinzip kann man das bunte Treiben in den letzten Wochen und Monaten sowohl national wie auch international in einer Frage zusammenfassen: Warum reden, solange wir schießen können? Drum folgende Resolution: Laßt uns deutsche Lehrer in kugelsichere Klassenzimmer, Arafat nach Damaskus und Scharon in die Wüste schicken. Vielleicht reicht es aber auch, einfach Corinna May an der Klagemauer trällern zu lassen. Dann kapiert auch der Letzte: Probleme löst man nicht, indem man auf andere schießt, sondern sie vom Singen abhält... ,Ron Sommer ist weg, Rudolf Scharping auch, Jan Ullrich so gut wie. Deutschland als Ganzes ist im Gegensatz zur Regierung also wieder handlungsfähig. So eine Ausgangssituation setzt unheimliche Kräfte frei, wie am eigenen Leib erfahren durfte. Denn in meinem Heimat-Tennisclub habe ich tatsächlich mit ordentlicher Unterstützung eines höchst kompetenten Partners die Doppelmeisterschaft gewonnen. Für diese exorbitante Leistung bekamen wir eine Urkunde sowie vier nagelneue Tennisbälle. Zum Vergleich: Ron Sommer kriegt für sein Dilettantentum - er hinterlässt 65 Mrd Euro Schulden - einige Millionen hinterhergeschmissen. Soviel zum Thema „Leistung lohnt sich". Dass man mit Anstrengung nicht weit kommt, haben scheinbar Regierungskreise kapiert. Schröder sitzt sowieso nur bis zum 22. September seine Zeit ab und will dann nach New York. Scharping lässt sich vom Lobbyisten Hunzinger durchfuttern, und der türkische Grüne Cem Özdemir pumpt sich Geld vom selben, womit er beweist, dass er zumindest hinter den Ohren noch grün ist. Umfragen haben ergeben: 92% der Deutschen halten die Politiker für gierig. Da kann man sich als fleißiger Radfahrer nur noch in die Disco setzen und bunte Smarties reinschmissen, bis der Arzt bzw. der Dopingfahnder kommt. Was lernen wir aus all den Geschehnissen? Wir brauchen wieder mehr Radfahrer und weniger Arbeitslose. Das hat ja auch schon die Hartz-Kommission bemerkt. Nur: Wohin mit den Arbeitslosen? Zum Minensuchen nach Afghanistan? Oder in die blühenden Landschaften des Ostens? Die Hartz-Kommission ist der Meinung, dass alles besser wird, wenn man erst mal die Arbeitslosenunterstützung runter fährt und jeden zur nächstbesten Arbeit verdonnert. Das riecht doch schon mal nach Sozialstaat. Denn wer nicht arbeitet, ist asozial. Es gab vor 20 Jahren mal einen Sänger, der hieß Hans Hartz und war damals quasi eine Ein-Mann-Kommission. Dieser Hartz sang „Die weißen Tauben sind müde" und machte so einen jämmerlichen Eindruck, dass jeder Zuhörer sich dachte: Der glaubt auch den Mist, den er singt. Heute, 20 Jahre später, muss die Frage erlaubt sein: Warum waren die Tauben müde? Protestierten sie gegen die Einführung des Nachtflugverbots? Oder wollten sie einfach nur nicht mehr doof herumfliegen, sondern vernünftig arbeiten? Der geneigte Leser mag sich jetzt denken: „Was schreibt denn der Herr Django wieder für einen Blödsinn?" Und genau damit wären wir wieder bei der Hartz-Kommission. Denn so wie damals ein Hartz kam, sah und merkte, dass es weder was zu holen noch zu erben gibt für Unfähige wie ihn, kommt heute wieder ein Hartz und sagt: „Leute, so wie das im Moment läuft, wird das nichts." Natürlich wird der Alltag ohne die Gesichter von Scharping und Sommer angenehmer für uns Durchschnittsbürger. Wobei mich vor allem im Falle von Sommer schon irritiert, dass sich Herr Möllemann nicht persönlich für den Abschuss des Telekom-Totengräbers stark gemacht hat. Denn schließlich ist Ron Sommer in Tel Aviv geboren und spricht fließend Hebräisch und ist somit Favorit für den Titel „Möllemann-Liebling des Monats". Aber Ärger kriegt man ja heutzutage eben nicht nur, wenn man Palästinenser killt, sondern auch Kleinaktionäre für dumm verkauft. Der DAX als neues Gewissen der Nation ist auf dem Tiefstand. Er könnte fast der Stimmungsbarometer der SPD sein. Was Wunder, prasselt doch allerhand Unmögliches auf uns ein. Da sind viele Leute seit Jahrzehnten verheiratet und haben Kinder, und auf einmal gibt es eine Homo-Ehe, die alles auf den Kopf stellt. Was erwartet uns als nächstes? Das Recht auf Sozialhilfe für Außerirdische? Für mich und mein direktes Umfeld ist das natürlich alles viel Wind um nichts, da in Niederbayern weder die Homo-Ehe noch der Außerirdische an sich Rückendeckung haben. Es gibt also noch Ecken in diesem Land, wo Mensch Mensch sein kann. Der Niederbayer ist lebensbejahend und pragmatisch. Alles, was er nicht braucht, muss auch nicht sein. Drum hätte der Niederbayer einen Ron Sommer wahrscheinlich viel früher nach Tel Aviv, Scharping ins Planschbecken und Jan Ullrich dahin geschickt, wo es echte Smarties gibt. Wir brauchen einfach mehr Schuldige in diesem Land. Scharping war und ist sich nie einer Schuld bewusst. Er ist quasi bewusstlos. Und als Bewusstloser ist er natürlich nicht schuldfähig. Somit verdient er nicht nur Hunzinger-Honorare, sondern auch unser Mitleid... ,Ein neues Jahr beginnt. Grund genug, auf das alte zurück zu blicken. Was hat es uns gebracht? Rein ökonomisch gedacht müsste die Frage eher lauten: Was hat es uns weniger gebracht? Und was wird uns das neue Jahr noch viel weniger bringen? Auf einen Nenner gebracht: Geld. Wieso? Ganz einfach: Als einziges EU-Land verzichtet Deutschland auf eine Regierung. Wobei die Herren Schröder und Eichel keine Schuld trifft. Sie können ja nichts für die Weitsicht des Wählers. Anders formuliert: Der Deutsche vertraut den Staat Menschen an, die nie in ihrem Leben richtig sinnvoll gearbeitet (geschweige denn etwas geleistet) haben. Beispiel Eichel: Der Mann scheiterte zunächst als Lehrer, dann als Ministerpräsident in Hessen und zu guter Letzt als Ehemann. Für Schröder dementsprechend die erste Wahl als Sündenbock. Denn Schröder brauchte ihn ja auch nicht als Finanzminister, sondern als Umverteiler und Volkswirtschaftsverwüster. Selbst daraus kann man Schröder keinen Strick drehen. Denn ein opportunistischer SPD-Mann kann per definitionem nie die Gesundung eines Staates, sondern nur die Einverleibung und Verkrustung des selbigen im Sinn haben. Deshalb ist ja Schröder ein Fan der EU-Osterweiterung. Durch die Aufnahme des maroden Ostblocks ist Deutschland nicht mehr der einzige Staat mit Nullwachstum und postsozialistischem Anachronismus als Grundphilosophie. Gut, es geht der Regierung darum, einerseits ihr eigenes Unvermögen zu kaschieren und andererseits ihrem Ruf als Steigbügelhalter der Gewerkschaften gerecht zu werden. Nur: Wie kann man in Zeiten, wo man sich eh schon auf allen Ebenen lächerlich macht, auch noch einen Johannes Rau als Bundespräsident nicht nur in Deutschland, sondern auch noch international vor laufenden Kameras und eingeschalteten Mikros herumstehen lassen? Den Titel „Beste Mischung aus Rita Süssmuth und Johannes Paul II." sichert sich Rau zwar Jahr für Jahr souverän, aber dass ausgerechnet der Jammerlappen der Nation sich traut, vor Miesmacherei zu warnen, lässt nur darauf schließen: Rau schaut weder in den Spiegel noch sich Videoaufzeichnungen seiner TV-Interviews an. Auch eine Form der Gegenwartsbewältigung. Unsere Hoffnungen ruhen also wieder mal auf dem FC Bayern. Dass die Münchner souverän Meister werden, daran zweifelt niemand mehr. Und während die Regierung mit immer dreisteren Steuern und Scheinwahrheiten jeden bestraft, der gewillt ist zu arbeiten und etwas auf die Beine zu stellen, demonstriert die fußballerische Übermacht der Münchner: Leistung lohnt sich. Apropos Leistung: Jeder in Deutschland weiß, dass Arbeit in Deutschland billiger werden muss. Was macht Schröder? Er verteuert die Arbeit zusätzlich. Man kann es ihm aber auch nicht richtig verübeln. Andere Männer, die sich mit Ehefrauen wie Doris „Fallbeil" Schröder-Köpf rumschlagen müssen, laufen mit einer Pumpgun Amok. Ergo: Alles ist relativ. Übrigens, Frau Köpf befürchtet ja neuerdings - welch´ Wunder - körperliche Angriffe gegen ihren Mann. Wie heißt es so schön in der Physik: Actio gleich Reactio. Last but not least: Kennen Sie den Unterschied zwischen Saddam und Schröder? Die Drohungen gegen Schröder sind präziser... ,Wenn der FC Bayern die erste Bundesliga kassiert, die Schweden den Euro ablehnen und Schröder mit einer erneuten Kandidatur im Jahre 2006 droht, weiß auch der letzte Desinteressierte: Die Krise ist da! Also Zeit für mich, wieder auf Tournee zu gehen. Und weil der Jahrhundertsommer so heiss war, dass ich glatt drei Monate so gut wie nix getan habe, ist es nur konsequent, dass ich bis Silvester jeden Tag auf der Bühne stehen werde. Gut, „nix getan" ist natürlich sehr relativ. Ich spielte z.B. vor dem Hockenheim-Rennen gegen Schumi Fußball. Das muss ihn dermaßen eingeschüchtert haben, dass er bis zum Sieg in Monza keinen Fuß aufs Gaspedal bekam. Natürlich war das auch für mich anstrengend. Aber ich kann am Sonntag mich auf der Couch ausbreiten und dösen, während unser aller Schumi mit Vollgas gegen die angebliche Ferrari-Krise anfahren muss. Und schon wieder sind wir bei der Krise. Weil wir grad beim Auto sind: Wer auf der IAA war, der kriegte allerdings nichts mit von einer Krise. Wenn selbst Opel noch glaubt, etwas bauen zu können, das zumindest im entfernten Sinne an gute Automobile erinnert, gibt das irgendwo auch Anlass zur Hoffnung. Dass selbst Mittelklassewagen mittlerweile horrende Summen kosten, mag vielleicht Anreiz sein zu Mehrarbeit. Und das ist ja auch das, was Frau Merkel vom deutschen Westen erwartet: Wenn schon der Osten nix auf die Beine bringt und die Ansätze von Produktivität durch sinnvolle Streiks wieder zunichte macht, sollte doch zumindest der Westen mehr arbeiten. Und wer mehr arbeitet, kann sich auch wieder deutsche Autos leisten. Und nur wer ein deutsches Auto fährt, kann sich noch in der Öffentlichkeit blicken lassen. Aber was ist ein Mensch ohne vernünftiges gesellschaftliches Leben? Also sollte der ganz gewöhnliche Deutsche aufhören, sich über die SPD zu ärgern, sondern statt dessen durch Mehrarbeit und soliden Fuhrpark seinem Alltag einen humanen Anstrich geben. Damit das Auto richtig Spaß macht, dürfen die Unterhaltskosten natürlich nicht explodieren. Was macht man also gegen die Öko-Steuer? Man lässt das Auto stehen. Dadurch geht der Wertverlust gegen Null und man muss sich nicht über den Finanzminister ärgern. Und auch nicht über den Verkehrsminister. Denn mit der bevorstehenden LKW-Maut erfüllt sich Rot-Grün einen Herzenswunsch: Die deutsche Autobahn als Dauer-Stauzone. Die Bemühungen, den Verkehr im Keim zu ersticken, tragen endlich erste Früchte. Es war ja auch kein Ruhmesblatt für Schröder & Konsorten, Deutschland in die mittlerweile drei Jahre währende Stagnation zu führen. Nein, echte Sozialdemokratie kann nicht den Stillstand zum Ziel haben, sondern den Abschwung. Dennoch wagen es einige Branchen, gegen den prosperierenden Negativ-Trend der Regierung anzugehen. Allein der Buchhandel begeht mit der Veröffentlichung der Tagebücher von Bohlen, Naddel und Feldbusch ein Verbrechen an der Rezession. Was dürfen wir allerdings noch von einer Volkswirtschaft erwarten, deren Umsatz nur dann steigt, wenn das Produkt den intellektuellen Tiefflügen von Menschen entspringt, die man in anderen Ländern gar nicht auf die Straße lassen würde? Zum Glück gibt es ja noch die Landtagswahl in Bayern. Das Ergebnis dieses vierjährlichen Rituals ist immer noch ein Appell an den gesunden Menschenverstand... ,Er wird sich an den großen 'Blickpunkt-Tisch' gesellen (mit Moderatorin Marianne Kreuzer, dem neuen Stern am Ski Alpin-Himmel Felix Neureuther, Klaus-Karl Kraus, dem fränkischen Club-Fan 'Gerch', und einem Kabarett-Kollegen als Fan von TSV 1860 München - am Ende nochmals eine Art Experten-Runde zu den bayerischen Fußball-Bundesligisten in lockerer Runde .
[ 08.11.2001]

