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Neuheiten

Man of the Match

Kolumne in der Abendzeitung vom 29. Juni 2010

Nach dem Einzug ins Viertelfinale hagelt es wieder mal historische Vergleiche: Wembley 66, Wimbledon 85 und dank Müller jetzt auch noch Weilheim 13. Der einzige Engländer, der sich nach dem Spiel über den Schiedsrichter beschwerte, war ein Italiener. Dabei hatte der Unparteiische weniger Anteil am uninspirierten Auftritt der Three Lions als Trainer Capello. Auch sonst sollte die Kritik an den Schiedsrichtern generell nicht überbewertet werden. Im Kontext der gesamten WM passen die seltsamen Entscheidungen wunderbar zu den Leistungen sogenannter Favoriten. Italien, Frankreich, Elfenbeinküste, Kamerun? Die Liste der Flops ist beliebig verlängerbar. Wenn jetzt die Schiedsrichter alle super wären, würde der Titel Man of the Match meist an den Mann mit der Pfeife gehen. Überhaupt gleicht sich im Fußball eh alles aus: Die Engländer schossen ein Tor, das nicht zählte. Dafür waren alle deutschen Tore regelkonform. Speziell Klose und Podolski sei das auch vergönnt. Nach der WM ist für die beiden ja schon wieder vor der EM. Mal schauen, ob sie die zwei Jahre dazwischen wieder Pause machen vom Leistungssport.