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Neuheiten

Hoeneß und das Öl-Dilemma

Kolumne in der Abendzeitung vom 9.August 2008

Zwei Spitzenmannschaften ergeben noch lange kein Spitzenspiel. Diese Bauernregel wurde von Bayern und Inter bestätigt. Nicht bestätigt hat Klinsmann sein Vorhaben, jeden Spieler jeden Tag ein bisschen besser zu machen. Das wäre auch der helle Wahnsinn - immerhin hat er einen Zweijahresvertrag. Das ist ihm jetzt gerade noch eingefallen. Deshalb hat er seinen Zeitkorridor ausgeweitet. Es könnte jetzt sogar zwei Jahre dauern, bis die Bayern da sind, wo sie laut Klinsmann hin sollen. Das neue Ziel lautet also: Er will solide Vorarbeit für seinen Nachfolger leisten und sich mit gutem Gewissen von den Bayern verabschieden. Interessant ist jedoch, dass Hoeneß in anderen Zeitrastern zu denken scheint. Er will nicht mal ein halbes Jahr warten, bis die Post abgeht. Denn eines wurmt ihn diese Woche gewaltig: Mit seinen Tankrechnungen subventioniert er die Ölmagnaten wie Abramowitsch, die Hoeneß´ Spritgeld in Vereine stecken, die den Bayern das Leben schwer machen. Deutsche Vereine werden also erst wieder echte Titelaspiranten in der Champions League sein, wenn die Welt nicht mehr Auto fährt. Alternativ könnte natürlich auch Klinsi das Team schneller verbessern. Aber da ist wohl derzeit ein Autofahrboykott einfacher.

[ 14.08.2008 ]